Zero's Mixer
Dr. Detlef Oyen, 1994

Als Harris
Dunlap Anfang 1992 den Schlittenhundesport aufgab, gab es unter seinen Siberians
Huskies nur wenige "Rosinen" zu picken. Einer der wenigen reinrassigen Top-Hunde
war MIXER. Geworfen im Januar 1988, war sie zu diesem Zeitpunkt einer der Hauptleader
in Dunlaps Team. Im Jahr 1990 lief sie als Zweijährige Lead im North American
Championship. Dunlap wurde siebenenter, und Mixer dürfte einer der wenigen Sibirier
sein, die in Jeff Conn's Pedigree Analysis erscheint, in welcher der genetische
Hintergrund aller bei der NAC gut platzierten Teams beleuchtet wird. Dort stehen
übrigens auch schon Mixer's Vorfahren: Zero's Brew und Zero's Vegas liefen ebenso
in Dunlaps NAC-Teams wie beider berühmter Vater Zero's Milky-Way II.
Mixer ist demnach aus einem Inbreeding auf Milky-Way entstanden. Sie ist von der
äußeren Erscheinung ein absolut typischer Dunlap- Siberian: eine fast weiße, großrahmige
Hündin, sehr hochbeinig, schmal, dennoch mit viel Substanz durch ihre tiefe Brust.
Die exzellente Vorder- und Hinterhandwinkelung werden durch eine sehr gute Kruppe
ergänzt. Auch unseren Richtern bzw. Kör- meistern hat sie übrigens gefallen. Sie
bekam auf der Ausstellung die Formwertnote "vorzüglich", die absolut rassetypischen
Hunden vorbehalten ist.
Als ich mit Harris Dunlap über den Kauf von Mixer verhandelte, beschrieb er sie
wörtlich als einen der besten lebenden Siberian Husky-Leadern, wenn nicht die
beste überhaupt. Das sind starke Worte. Ich habe Mixer im April 1992 gekauft.
Seit dieser Zeit ist sie nur in einem Rennen nicht Lead in meinem offenen Team
gelaufen - da war sie trächtig. Mixer ist schnell - die schnellste in meinem Zwinger
- einsatzfreudig (sie geht immer und mit Begeisterung) und recht kommandosicher.
Vom Wesen her ist Mixer extrem freundlich gegenüber ihren Bekannten, aber etwas
reserviert gegenüber Fremden. Im Zwinger steht sie mit jedem anderen auf gutem
Fuß, selbst mit anderen dominanten Hündinnen.
Apropos Welpen - ihre eigenen Welpen sind teilweise Kopien ihrer selbst. Mixer
reproduziert sich sehr gut und ist damit auch als Zuchthündin sehr interessant.
Kurzum: Mixer war sicher mein teuerster Importhund, aber der Kauf hat sich gelohnt.
Sie ist der beste Importhund, der bislang in meinem Zwinger stand bzw. in meinem
Team gelaufen ist. Mixer hat die Meßlatte für die eigene Zucht noch höher gelegt.
Um so schöner ist es festzustellen, daß unsere selbstgezüchteten Leader durchaus
neben ihr laufen können.